Die Göltzschtalbrücke ist die größte Backsteinbrücke der Welt.

Sehenswürdigkeiten

Das Viadukt oder die Göltzschtalbrücke ist ein beeindruckendes Beispiel für die Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts. Dies ist eine 4-stöckige gewölbte Eisenbahnbrücke aus Backstein, die die Ufer des Flusses Gölch im Osten Deutschlands nahe der Stadt Nechkau verbindet.

Allgemeine Beschreibung

  • Die Länge der Brücke beträgt 574 Meter.
  • Die Breite an der Basis beträgt 23 Meter.
  • Die Breite an der Spitze beträgt 9 Meter.
  • Die maximale Höhe beträgt 78 Meter.

Die Brücke besteht aus 4 Ebenen, und die Gesamtzahl der Bögen beträgt etwas weniger als 98, es gibt „nur“ 29. Die obere Ebene besteht aus 30,9 Bögen, von denen der größte XNUMX Meter breit ist.
Die Brücke hat zwei Eisenbahnlinien.

Hölchtalbrücke

Baugeschichte

Die Brücke wurde von 1846 bis 1851 als Teil der Eisenbahn zwischen Sachsen und Bayern gebaut. Es ist derzeit Teil der Linie Leipzig-Hof, in der Nähe des Bahnhofs Neckkau.

Das sich schnell entwickelnde Deutschland brauchte die Eisenbahn. Insbesondere war es notwendig, eine Abzweigung zwischen Sachsen und Bayern zu verlegen. Das Hauptproblem war die Schwierigkeit, die Straße im Tal der Golch zu verlegen.

In der Hoffnung, einen optimalen, kostengünstigen und realisierbaren Bauplan zu finden, wurde im Januar 1845 in allen großen deutschen Zeitschriften ein Wettbewerb zur Entwicklung eines Brückenentwurfs ausgeschrieben. Der Hauptpreis betrug 1000 Taler (damals eine stattliche Summe).

Als Ergebnis wurden 81 Vorschläge eingereicht. Doch keiner davon stellte die Geschäftsführung zufrieden, da keiner der Bewerber statisch nachweisen konnte, dass die Brücke einer intensiven Zugbeanspruchung standhalten würde. Der Preis wurde zwar an die vier erfolgreichsten Projekte verliehen, die anschließend nie umgesetzt wurden.

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Der Vorsitzende der Jury, Professor Johann Andreas Schubert, hat alle eingereichten Projekte lange studiert und die Brücke anschließend selbst entworfen. Seine Arbeit basierte auf Daten einer statischen Analyse des Viadukts in Lebnica, das im Sommer 1845 in Betrieb genommen wurde.

Das Viadukt in Lebnica war übrigens die erste Brücke auf dem Planeten, die einer vollständigen statischen Analyse unterzogen wurde.

Das Viadukt Göltzschtalbrücke ist überwiegend aus Backstein gebaut. Grund für diese ungewöhnliche Wahl war der Lehmreichtum in der Umgebung, der es ermöglichte, Ziegel schnell und kostengünstig fast vor Ort herzustellen. Granit sollte nur in bestimmten Schlüsselsegmenten der Brücke verwendet werden.
Der erste Stein des Viadukts wurde am 31. Mai 1846 gelegt.

Während des Baus wurde der Plan leicht angepasst, da sich herausstellte, dass der Teil des Bodens, auf dem die Brücke ruhen sollte, weniger fest war als ursprünglich angenommen. Um dieses Problem zu lösen, ersetzte Chefprojektingenieur Robert Wilk die Bögen in der Mitte durch einen einzigen großen zentralen Bogen. Dies trug nur zu dem unglaublichen Eindruck dieses Gebäudes bei.

Viadukt Gölchtalbrücke

Viadukt in Zahlen

Das Viadukt Göltzschtalbrücke war für seine Zeit ein großer Erfolg.

Täglich produzierten rund 20 Ziegeleien entlang der Bahnstrecke 50 Ziegel mit Sondermaßen von 000 × 28 × 14 cm, insgesamt wurden 6,5 Ziegel für den Brückenbau verwendet. Ihr Gesamtvolumen betrug 26 Kubikmeter.

23000 Baumstämme wurden zur Herstellung von Gerüsten verwendet.
Die Kosten für den Bau des Viadukts werden auf 2,2 Millionen Taler geschätzt.

Am Bau der Brücke waren insgesamt 1736 Personen beteiligt. 31 von ihnen starben während des Baus. Trotz aller Schwierigkeiten wurde die Brücke am 15. Juli 1851 eröffnet. Damals wurde sie nicht nur zur größten Backsteinbrücke der Welt, sondern auch zur höchsten Eisenbahnbrücke der Welt.

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Die Menschheit entwickelte sich ziemlich schnell, so dass das Viadukt bald den Titel der höchsten Eisenbahnbrücke verlor. Dennoch behält er den stolzen Titel der größten Backsteinbrücke der Welt.

Viadukt Gölchtalbrücke

Brücke Göltzschtalbrücke in der modernen Welt

Der Viadukt war so beliebt, dass 1883 im nahe gelegenen Schloss Milau ein Museum eröffnet wurde. Für die Ausstellung des Viadukts Göltzschtalbrücke stellte er einen ganzen Raum zur Verfügung. Hier sehen Sie ein maßstabsgetreues Modell der Wälder, Kopien der Originalpläne, eine XNUMXD-Karte der Region und Fotos, die während des Brückenbaus aufgenommen wurden.
1930 wurde die obere Schicht aus Stahlbeton rekonstruiert.

Zwischen 1955 und 1958 wurde das Mauerwerk vollständig restauriert. Das Viadukt Göltzschtalbrücke ist Teil der sogenannten Sachsen-Fränkischen Landstraße, die von 1997 bis 2000 saniert wurde.

Viadukt Gölchtalbrücke

Rund um die Brücke gibt es viele Wanderwege. Sie geben eine hervorragende Vorstellung von der tatsächlichen Größe dieses technischen Meisterwerks.

Viadukt Gölchtalbrücke

Das berüchtigte Viadukt Göltzschtalbrücke

Die Brücke hat einen schlechten Ruf. Sie wird manchmal als Selbstmordbrücke bezeichnet. In den mehr als 150 Jahren des Bestehens der Brücke sind viele Menschen von ihr gesprungen.

Im August 2001 beschlossen drei Teenager, ihr Leben zu beenden, indem sie von einer Brücke sprangen. 2002 wurden hier in nur 8 Monaten 8 Suizidfälle registriert. Seitdem steht die Brücke unter strenger Polizeiüberwachung.

Interessante Fakten

  1. 10 Kilometer südlich wurde auf derselben Strecke ein weiteres Viadukt namens Elster gebaut. Es ist dem Viadukt Göltzschtalbrücke sehr ähnlich, aber wesentlich kleiner.
  2. Die Endstation der Bahnstrecke Waidakt Reichenbach-Göltsch heißt Viadukt Göltsch. Es befindet sich im Flusstal unterhalb der Brücke.
  3. Während des Zweiten Weltkriegs planten die Truppen der Wehrmacht, die Brücke zu sprengen, aber glücklicherweise geschah dies nicht.
  4. Zwischen 2006 und 2008 wurden 2,2 Millionen Euro in eine neue Aufzugsanlage investiert, um Reparaturen an der Brücke durchzuführen.
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Anreise

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