Schloss Jena in Paris

Sehenswürdigkeiten

Der elegante Palast von Jena (Palais d'Iéna) wurde konzipiert, als sich Paris auf die Weltausstellung 1937 vorbereitete. Auf dem Hügel von Chaillot wurde ein geeigneter Standort dafür gefunden, und die Entwicklung des Projekts wurde dem Architekten Auguste Perret anvertraut.

Geschichte im Detail

1939 wurde trotz noch andauernder Bauarbeiten das Museum für öffentliche Arbeiten im Neubau eröffnet. Er bewohnte den fertigen Teil des Gebäudes entlang der Jenaer Allee. Die Ausstellung umfasste zahlreiche Modelle, Automodelle und Dokumente zur Baugeschichte und nicht realisierten Projekten von Brücken und anderen städtebaulichen Ingenieurbauwerken.

Der Zweite Weltkrieg verzögerte die Fertigstellung bis 1946. Aufgrund der schwer wahrnehmbaren Ausstellung, die zu geringen Besucherzahlen führte, wurde das im Schloss befindliche Museum 1956 aufgelöst. Die frei gewordenen Gebiete wurden der Versammlung der Französischen Union übergeben, die die meisten ehemaligen Kolonialbesitzungen des Landes vereint.

Drei Jahre später trat die Ökologische und Sozioökonomische Union (EWSA) an ihre Stelle. Vor der Liquidation im Jahr 2011 gehörte ein Teil der Räumlichkeiten einer anderen gesellschaftspolitischen Organisation - der Versammlung der Westeuropäischen Union. Im Jahr 2016 begann eine neue Etappe in der Geschichte des Palastes, nachdem die Entscheidung getroffen wurde, seine Räumlichkeiten den Verwaltungsdiensten des Großraums Paris zur Verfügung zu stellen.

Ästhetik moderner Innenräume

Die eleganten, innovativen architektonischen Formen der Raumgliederung des Jenaer Schlosses bilden sich aus wenigen einfachen geometrischen Formen: einem Dreieck, einem Kreis und einem Rechteck. Die Inspirationsquelle für O. Perret waren die architektonischen Meisterwerke des antiken Griechenlands, aber um seinen Plan zu verwirklichen, verwendete der Architekt die fortschrittlichsten Baumaterialien und Technologien seiner Zeit.

Den zentralen Teil des Jenaer Schlosses bildet eine großzügige Lichtrotunde. Eine breite Treppe führt von der geräumigen Halle in die oberen Stockwerke, zwei sanft auseinanderlaufende und geschwungene Treppen, die in ihrer Form einem Hufeisen ähneln. Sein Design hat keine zusätzliche Unterstützung. Schmiedeeiserne Geländer und Treppengeländer wurden von Raymond Subes hergestellt, wobei er seinen eigenen Vor- und Nachnamen für das Ornament verwendete.

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Mehrere Dutzend sieben Meter hohe klassische Säulen stützen die rechteckigen Balken der Decke der Säulenhalle des Palastes. Sie sind für das Auge offen und bilden eine Art geometrisches Muster der Decke.

1987 wurde für ihn ein einzigartiges Autorenmöbel gekauft, das nach den Skizzen von Pierre Paulin hergestellt wurde. Es fügt sich nahtlos in den klassischen Stil des Interieurs ein: Dreieckige blaue Stühle, weiß-blaue Teppiche und Tische aus Bergahorn stehen an den Seiten des Mittelgangs zwischen den Säulen.

Ergänzt wird das Design durch mehrere Büsten prominenter Ökonomen: F. Kashe, L. Cretz, G. Ventehol und E. Roche des Bildhauers M. Rice. Eine wohlig-warme Atmosphäre in der Säulenhalle schaffen die 1957 entstandenen Aubusson-Wandteppiche Exotica, Gold und Azure.

Den zentralen Platz in der Rotunde nimmt der Hauptsaal in Form eines Amphitheaters mit einem Durchmesser von 25 m ein, der 233 Sitzplätze für Ratsmitglieder und Pressevertreter bietet. Der gesamte Raum ist mit einer Doppelkuppel überspannt, die auf radial vom Zentrum auseinanderlaufenden Stahlbetonrippen ruht.

Der Raum zwischen ihnen ist mit Glasplatten gefüllt, die weiches natürliches Licht spenden. Abends dient ein grandioser Kronleuchter, gefertigt nach den Zeichnungen von Serge Matzel, als Lichtquelle.

An der Wand hinter den Sitzen des Ratspräsidiums hängen drei Wandteppiche von Marcel Gromar: „Herbst“, „Winter“ und „Wasser“. Ein weiteres Kunstwerk von Jean Souwerby schmückt den zentralen Teil der Kuppel des Amphitheaters.

Die Hypostylhalle, das Amphitheater des Palastes und seine Haupttreppe sind in Übereinstimmung mit idealen Proportionen gebaut und entsprechen organisch den anthropologischen.Der Eindruck von Luxus und Adel der Dekoration wird durch die Verwendung von Steinplatten aus rosa Marmor und grünlichem Porphyr gegenüber dem Palast erreicht Wände und Boden.

1960 entwickelte der Architekt Paul Vimond, ein Schüler von O. Perret, ein Projekt und führte den Bau des zweiten Flügels des Palastes mit Blick auf die Wilson Avenue durch. 1993 wurde das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der beiden Architekten in das Verzeichnis der historischen und kulturellen Denkmäler eingetragen.

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Anreise

Adresse: 9 Avenue d'Iena, Paris 75016
Telefon: +33 9 70 46 68 14
Website: expositionperret.fr
U-Bahn: Boissiere
Bus: Jena, Lübeck
Öffnungszeiten: 11: 00-18: 00

Quelle
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