Denkmal für die Opfer der Deportation in Paris

Sehenswürdigkeiten

Im östlichen Teil der Ile de la Cité im historischen Zentrum von Paris befindet sich eines der wichtigsten Gedenkstätten für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Die Gedenkstätte für die Opfer der Deportation (Memorial de martyrs de la Déportation) wurde 1962 auf Initiative von General Charles de Gaulle auf dem kleinen Platz der Ile-de-France nahe der Brücke Saint-Louis errichtet.

Architektur und Stil

Die Gedenkstätte ist der Erinnerung an 200 französische Staatsbürger gewidmet, die in Konzentrationslagern, Widerstandskämpfern und Zwangsarbeitern in den Unternehmen Nazi-Deutschlands und anderer besetzter Länder ums Leben kamen. Der Autor des Projekts war der Architekt A. Pourgasson, der beim Bau Steine ​​aus allen Regionen und Departements Frankreichs verwendete.

Sie können das Denkmal durch einen schmalen Eingang betreten, der sich zwischen zwei massiven Pylonen befindet. Ein kleiner Innenhof ist von einer leeren Mauer mit einem einzigen vergitterten Fenster umgeben. Hinter ihm ist nur die Seine zu sehen, die ihr Wasser schnell trägt. Auf einer runden Platte, die in den Boden des Gefängnishofs eingelassen ist, sind die Worte „Sie gingen in die Hölle hinab und kamen nicht zurück“ eingraviert. Am Eingang der Gedenkstätte befindet sich das Grab eines unbekannten Häftlings einer der „Todesfabriken“, dessen Asche 1962 aus dem Lager Natzweiler-Struthof hierher überführt wurde.

Denkmal unter der Erde

Der Hauptteil des Denkmals befindet sich unter der Erdoberfläche. Wenn man die schmale Treppe zum Kerker hinabsteigt, findet man sich in einem düsteren Raum wieder, der von Tausenden flackernder kleiner Lampen erleuchtet wird. Boden und Decke der schmalen Halle sind trauerschwarz gestrichen. Seine Wände sind endlose Plattenreihen, auf denen Zehntausende der Namen der Toten und die Namen der Vernichtungslager eingraviert sind.

In den Wänden der Halle befinden sich in mehreren dreieckigen Nischen Urnen mit Erde aus verschiedenen Konzentrationslagern. An der hinteren Stirnwand der Halle wurde eine formlose Nische errichtet, die von einer einzigen Glühbirne erleuchtet wurde. Sein Licht symbolisiert die Hoffnung auf eine Zukunft ohne Kriege und Grausamkeit.

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Im schwach beleuchteten zweiten Raum ohne Fenster stehen dutzende Informationsstände zur Deportation mit Fotos, Dokumenten, Schaubildern und Schaubildern. Hier sind unter anderem persönliche Gegenstände von KZ-Häftlingen zu sehen. Auf den Seiten des Tagebuchs von M. K. Couturier ist der Text des Liedes „Chant de Marais“ geschrieben, das zu einer Art Hymne für die deportierten Franzosen geworden ist.

An den Wänden des Denkmals befinden sich auch Inschriftenfragmente eines Gedichts des französischen Dichters R. Desnos „Ein Herz, das den Krieg hasst“, das er 1942 verfasst hat. Bei der Gestaltung des Innenraums wurden auch Zitate aus den Werken von A. de Saint-Exupery, P. Eluard, L. Aragon, J. P. Sartre, J. A. Maidieu verwendet. Über dem Ausgang des Kerkers ist die Inschrift in die Steinplatten eingraviert: „Vergib uns. Wir werden dich niemals vergessen."

2015, anlässlich des siebzigsten Jahrestages des Sieges, wurde das Denkmal rekonstruiert. Während der Arbeiten wurde die dekorative Gestaltung des Denkmals wiederhergestellt. Nach der Restaurierung wurde die Gedenkstätte für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Komfortabler ist sein Besuch durch die Eröffnung neuer Zusatzangebote geworden.

Anreise

Adresse: 7 Quai de l’Archevêché, Paris 75004
Telefon: +33 1 46 33 87 56
U-Bahn: Cite, Saint-Michel - Notre-Dame
RER-Zug: Saint-Michel - Notre-Dame
Öffnungszeiten: 10: 00-19: 00

Quelle
INFO-MANIAK
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