Hotel Paiva in Paris

Sehenswürdigkeiten

Der atemberaubende Luxus der Innenräume des Hotels de la Païva (L'hôtel de la Païva) überraschte die Zeitgenossen der Marquise so sehr, dass viele von ihnen ihr Haus aufrichtig als „die einzige wirkliche Attraktion der Champs Elysees“ betrachteten.

Ein Traum wird wahr

Das prächtige Herrenhaus wurde 10-1856 für 1866 Jahre nach dem Projekt des Architekten Pierre Mangin für die Frau des Cousins ​​von Kanzler Pruss O. von Bismarck, Graf Guido Henckel von Donnersmarck, Marquise de la Paiva, erbaut. Die Abenteurerin und Kurtisane Teresa Lachmann wurde in Moskau geboren und verdrehte nach ihrer Heirat mit dem bescheidenen französischen Schneider Antoine Villon den Aristokraten Englands, Frankreichs, Portugals und Preußens den Kopf.

Unzählige Romane mit dem Pianisten A. Hertz, dem Komponisten F. Liszt, dem Journalisten E. Girardi, dem Marquis A. de la Paiva brachten ihr Geld, Titel und Ruhm in adeligen und böhmischen Kreisen. Ihr für Frauen geschlossener weltlicher Salon wurde von den Schriftstellerbrüdern Goncourt, Théophile Gautier, dem Politiker E. Gambetta, den Philosophen E. Renan, I. Ten besucht.

1882 musste die Marquise de la Paiva wegen Spionageverdachts für Preußen Paris verlassen. Das schicke Herrenhaus wurde 1893 von dem deutschen Bankier James Soloshin erworben, der darin ein beliebtes Restaurant eröffnete. Nach seiner Schließung im Jahr 1998 wurde angenommen, dass das Rathaus eines der Bezirke der Hauptstadt seinen Platz einnehmen würde, aber diese Pläne wurden nicht verwirklicht. Stattdessen beherbergt das Paiva Hotel seit 1903 den englischen aristokratischen Travelers Club, dem das Gebäude immer noch gehört.

Scheherazades Geschichte

Prächtiges Herrenhaus mit hängendem Garten für 10 Millionen Goldfranken des Architekten P. Mangin im Stil der italienischen Renaissance. Seine Fassade mit Blick auf die Champs Elysees wird von seinen Stuckdekorationen, unzähligen Schnitzereien und Ornamenten belebt.

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Die Innenräume des Herrenhauses verblüffen mit der Erfindung und dem Luxus der Dekoration noch mehr. In erster Linie handelt es sich um die große gelbe Onyx-Treppe. Ein seltener Stein für sie wurde aus Steinbrüchen in der Nähe von Oran in Algerien gebracht. Statuen von Dante, Virgil, Petrarca von L. Barria und bronzene Kronleuchter verleihen der Treppe Glanz. Die Wände der Lobby in Form eines Hektaeders sind mit Fresken bemalt, die die Städte Rom, Florenz, Neapel und Venedig in allegorischer Form darstellen.

Links von der Lobby befindet sich eine der Lounges des Hotels. Sein Inneres ist mit Holzpaneelen, Paneelen und zahlreichen geschnitzten Dekorationen verziert. Der große Kamin ist mit Skulpturen geschmückt, die sein Basrelief-Regal und die darauf liegenden Hundefiguren tragen. In den dreieckigen Giebeln über den Türen sind malerische Miniaturen in Medaillons erhalten.

Die Wände des Großen Salons sind mit ziegelroten Wandteppichen und vergoldeten Holzschnitzereien verziert. Über dem Kamin mit einer imposanten Schale befindet sich ein großer Spiegel, an dessen Seiten halbnackte allegorische Figuren von Harmonnia und Musik von Eugene Delaplace zu sehen sind. Zwei weitere Statuen von Antonius und Kleopatra, die den Salon schmücken, wurden vom Bildhauer de Levy geschaffen. Das Plafond an der Decke des Saals wurde von den Künstlern Paul Baudry bemalt. Auch vier Kronleuchter aus Bronze mit Kristallanhängern sehen luxuriös aus.


Das Badezimmer im maurischen Stil hinterließ bei den Gästen der Marquise meist einen bleibenden Eindruck. Seine Dekoration wurde nach den Skizzen von Theodor Deck angefertigt. Der Mosaikboden aus Keramikfliesen mit orientalischem Muster und den gleichen Intarsien an den Wänden wird mit einer Verarbeitung aus beigem Stein kombiniert.

Die Badewanne selbst ist erstaunlich, im Stil Napoleons III. vom Meister Donadier aus einem 1,85 m langen und 900 kg schweren Onyxblock geschnitzt. Seine Innenwände mit drei vergoldeten Intarsien sind mit einer Silberschicht überzogen. Der dritte Zapfhahn sollte laut Zeitgenossen exotischen Bädern Milch, Limettenaufguss oder sogar Champagner zufügen.

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Die Privatgemächer der Marquise, in denen sich heute das Clubrestaurant befindet, sind berühmt für die aufwendige Malachitdekoration des Kamins mit vergoldeten Nymphen und orientalischen Deckenornamenten. Prachtvoll sind auch die anderen Apartments des Paiva Hotels, die mit Fresken, Skulpturen und Gemälden von J. Daloux, Career-Bellay, E. Legrain und L. Cano dekoriert sind.

Anreise

Adresse: 25 Av. Des Champs-Élysées, Paris 75008
Telefon: +33 1 43 59 75 00
U-Bahn: Franklin D. Roosevelt
Bus: Rond-Point des Champs-Elysees

Quelle
INFO-MANIAK
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