Place Georges-Pompidou in Paris

Sehenswürdigkeiten

Der Georges-Pompidou-Platz (La Place Georges-Pompidou) tauchte Mitte der 1970er Jahre nach der Fertigstellung des Centre Georges Pompidou auf der Karte von Paris auf. Es befindet sich vor seiner Westfassade zwischen der Rue Beaubourg, Saint-Martin, Saint-Merri und Rambutet.

Neue Landschaft des alten Viertels

In den 1930er Jahren war das Territorium des zukünftigen Platzes noch mit baufälligen mehrstöckigen Gebäuden bebaut, die keinen kulturhistorischen Wert hatten. Der neue Stadtplatz wurde 1971 von den Architekten Renzo Piano und Richard Rogers entworfen, zeitgleich mit dem Baubeginn des Centre Pompidou.

Der Piazzo del Campo in Siena diente als Vorbild für das Projekt zur Aufwertung des Freiraums vor dem Centre Pompidou. Es liegt etwas unterhalb des Niveaus der umliegenden Häuserblocks und weist eine ausgeprägte Neigung zur St. Maarten Straße auf. Seine Originalität wird durch die riesigen weiß gestrichenen Lüftungsstrukturen der darunter befindlichen unterirdischen Strukturen verliehen.

Die Fußgängerzone des rechteckigen Platzes ist 170 m lang und 65 m breit und bildet zusammen mit dem angrenzenden Strawinsky-Platz einen beliebten Erholungs- und Unterhaltungsort mit mehreren Cafés, Restaurants und Geschäften in den umliegenden Gebäuden.

Seit 1979, nach der endgültigen Bildung eines neuen Stadtpanoramas dieses Stadtteils, trägt der Platz seinen modernen Namen, aber parallel dazu vergessen die Pariser nicht den alten Namen dieses Ortes. In Erinnerung an die Vergangenheit des 4. Arrondissements von Paris wird es weiterhin Esplanade oder Place Babur genannt.

Skulpturen und kleine architektonische Formen

Place Georges Pompidou beherbergte bis 2009 eines der berühmtesten Werke des zeitgenössischen Bildhauers Jean-Pierre Reynaud, The Pot of Gold. 1985 vom Autor geschaffen, wurde es ursprünglich im Skulpturenpark der Fondation Cartier gezeigt und 1998 vor dem Centre Pompidou installiert.

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Das monumentale Kunstwerk ist aus mehrschichtigem Polyester gefertigt, mit Stahl verstärkt und mit Gold überzogen. Die Abmessungen des Riesentopfes betragen 3,5 m Höhe und sein Durchmesser reicht von 2,1 bis 3,9 m. Dafür wurde ein fast quadratischer Sockel aus einem 84 m hohen Metallrahmen gebaut, der mit 10,4 Marmorfliesen ausgekleidet ist.

Nach ihrer Verlegung auf die Terrasse des Centre Pompidou befindet sich die skulpturale Komposition des amerikanischen Meisters A. Calder Horizontal seit 2011 an ihrem ursprünglichen Platz. Nach der Intention des Autors symbolisiert es die Stabilität der Bewegung. Auf einer Metallstütze aus vier Dreiecken, die die Beine berühren, ist der bewegliche Teil dieser Struktur in Form eines horizontalen Pfeils mit fünf asymmetrisch angeordneten mehrfarbigen Metallblättern befestigt.

2012 erschien auf dem Place Georges Pompidou eine Bronzestatue von Coup de tête. Sein Autor, der Bildhauer Adel Abdesamed, verkörperte in seinem Werk seine Haltung zum Konflikt auf dem Fußballplatz, der 2006 zwischen Zidane Zidane und Marco Materazzi stattfand und nach dem berühmten Kopfstoß mit der Entfernung des französischen Spielers endete.

Vor dem Kultur- und Ausstellungszentrum gelegen, wurde der Georges-Pompidou-Platz sofort zu einer offenen kreativen Plattform. Hier trifft man oft Straßenmusiker, Künstler oder wird Zuschauer einer kleinen Open-Air-Aufführung von Georges Pompidou.

Anreise

Adresse: Place Georges-Pompidou, Paris 75004
U-Bahn: Rambuteau, Etienne Marcel
RER-Zug: Chatelet-Les Halles
Bus: Centre Georges Pompidou

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