Lavoie-Platz in Paris

Sehenswürdigkeiten

Der rechteckige Lavoie-Platz (Le square Louvois) im 2. Arrondissement von Paris liegt zwischen vier Straßen. Von Osten wird es von der Rue de Richelieu begrenzt und von der gegenüberliegenden Seite nähert sich die Rue Lully. Von Norden her dient die Lavoie Street als Grenze, und im Süden endet sie in der Rameau Street.

Seiten der Geschichte

Der Name des Platzes ist auf seine Nähe zum alten Hotel des Marquis Lavoie zurückzuführen. 1792-1793 wurde an dieser Stelle die Opera Rue de Richelieu errichtet, in der Mademoiselle Montasier glänzte.

Im Februar 1820 wurde unweit des Haupteingangs der Erbe der französischen Krone, der Herzog von Berry, Charles Ferdinand d'Artois, von dem Arbeiter Louis Pierre Louvel getötet. In Erinnerung an diese Tragödie wurde an der Stelle des abgerissenen Theaters eine Bußkapelle errichtet, die nur etwa 10 Jahre Bestand hatte.

Die Kapelle wurde kurz nach dem Sieg der Revolution von 1830 abgerissen, und 1839 wurde beschlossen, auf dem frei gewordenen Platz einen neuen Stadtplatz namens Le square Richelieu zu schaffen. Unter seinem heutigen Namen wurde es nach einem Umbau am 15. August 1859 wiedereröffnet. Zusammen mit dem Place Jacques Bidault ist Le square Louvois noch immer eine der wenigen Grünflächen im 2. Bezirk der Hauptstadt.

Sehenswürdigkeiten des Platzes

Unter den Gebäuden, die den Place Lavoie umgeben, zieht die Fassade der Nationalbibliothek von Richelieu zuerst die Aufmerksamkeit auf sich, aber ihre Hauptattraktion befindet sich in der Mitte eines kleinen grünen Platzes. Das Lavoie-Brunnenprojekt wurde 1844 auf persönlichen Wunsch von Kaiser Louis Napoleon vom führenden Pariser Architekten Louis Visconti entwickelt.

Das untere große achteckige Springbrunnenbecken befindet sich inmitten eines ordentlich gemähten Rasens. In seiner Mitte befindet sich ein quadratischer Sockel, auf dessen vier Seiten identische Skulpturen von Tritonen stehen, die ihre Muscheln blasen. Sie sitzen rittlings auf furchteinflößenden Meeresbewohnern, aus deren Nasenlöchern zwei Wasserfontänen schießen.

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Über ihnen, auf dem Fries der Schale der zweiten Ebene des Brunnens, befinden sich acht Maskaronen, aus deren Mündungen Wasserstrahlen fließen. Zwischen den Masken sind astrologische Symbole der 12 Tierkreiszeichen in Stein gemeißelt.

Vier niedrige Sockel im zentralen Teil des Lavoie-Brunnens bilden ein regelmäßiges gleichseitiges Kreuz. 1860 wurden darauf vier allegorische Frauenfiguren aus Gusseisen nach Vorbildern des Bildhauers Jean-Baptiste Klagman angebracht, die die wichtigsten Flüsse Frankreichs – Rhone, Seine, Saône und Garon – symbolisieren. Die Statuen des Brunnens und seiner anderen Metallelemente wurden in der Fabrik des Ingenieurs und Industriellen François-Etienne Calla hergestellt.

Hinter den Rücken der Skulpturen stützt eine quadratische Säule mit Pilastern an den Ecken eine weitere runde Schüssel des Brunnens, die viel kleiner ist. Auf seinem Fries fallen durch Tiermasken zahlreiche Wasserstrahlen in die untere Schale am Fuß der Statuen.

In der Mitte der obersten Schale befindet sich auf einem kleinen Sockel eine Imitation der antiken Königin der Wasservasen - eine große Hydria. An vier Seiten schließen sich Satyr-Maskaronen an, aus denen ebenfalls Wasserfontänen strömen.

1860 wurde auf dem Marquis-Lavoie-Platz nach den Skizzen des Landschaftsarchitekten Gabriel David und des Ingenieurs Jean-Charles Alphand ein Platz um den Brunnen angelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg tauchte darin eine neue Attraktion auf, die mit den tragischen Ereignissen der Besetzung Frankreichs zusammenhängt. Im Frühjahr 2011 wurde hier eine Gedenkstele mit den Namen von 10 jüdischen Kindern aus dem XNUMX. Arrondissement von Paris enthüllt, die von hier aus in Konzentrationslager geschickt wurden.

Anreise

Adresse: 12 Rue de Louvois, Paris 75002.
U-Bahn: Quatre-Septembre, Pyramides, Börse.
Bus: Sainte-Anne - Petits Champs, Bibliothèque Nationale.

Quelle
INFO-MANIAK
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