Cluny Museum - Museum des Mittelalters in Paris

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Das alte Pariser Cluny-Museum, das heute das Nationalmuseum des Mittelalters beherbergt, hebt sich von den meisten Museen der Stadt ab. Es scheint abseits der großen Trends unserer Zeit zu stehen und bewahrt das ursprüngliche Erscheinungsbild des Museums bis ins 19. Jahrhundert. Hier gibt es keine traditionellen Cafés, die als Teil der Unterhaltungsindustrie zu einem Muss für moderne Museen geworden sind.

Auch fehlt dem Cluny Museum die Ordnung, die fast allen Bildungsmuseen innewohnt. Es ist nur eine Sammlung von Kuriositäten für die gewöhnliche menschliche Neugier. Sowohl das Gebäude des Museums selbst, das auf dem Gelände antiker Bäder (Bäder) errichtet wurde, als auch seine Sammlung sind in vielerlei Hinsicht einzigartig und verdienen einen Besuch bei einem Besuch in Paris.

Historisches Museum

An der Stelle des Herrenhauses von Cluny befanden sich einst römische Bäder, von denen einige bis heute erhalten sind. An ihrer Stelle wurde im 14. Jahrhundert das Stadthaus der Abtei von Cluny errichtet. Ende des 15./Anfang des 16. Jahrhunderts wurde das Gebäude vom Abt des Ordens, Jacques von Amboise, wieder aufgebaut. Das Gebäude wurde mehr als einmal umgebaut, sodass sich Elemente der Renaissance und Gotik in seiner Architektur widerspiegelten. Außerdem stellten sich während des Umbaus einige Elemente als überflüssig heraus, so dass man heute hier nirgendwo führende Passagen, zugemauerte Bögen und andere unverständliche Elemente findet.

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Das Haus wurde 1793 vom Staat beschlagnahmt. Im Laufe von 30 Jahren wurde das Gebäude unterschiedlich genutzt, zeitweise nutzte ein Arzt die Kapelle sogar als Autopsieraum.

Die Geschichte des Cluny Museums beginnt im Jahr 1933, als Alexandre du Sommera hier seine private Sammlung von Exponaten aus der Renaissance und dem Mittelalter platzierte. Nach du Sommers Tod kaufte der Staat die Sammlung von seinen Verwandten. Dies geschah im Jahr 1842, und seitdem ist das Museum ein staatliches Museum.

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Was zu sehen

Antikenfans sollten ihren Museumsrundgang mit einem Besuch der gallo-römischen Thermen aus dem 3. Jahrhundert beginnen. Die Bäder sind unabhängig vom Museum öffentlich zugänglich. Genau genommen können das Gebäude des Frigidariums, in dem sich ein Pool und ein Kältebad befanden, und das Gebäude des Cluny-Herrenhauses als zwei getrennte Museen betrachtet werden, die die Einheit der Epochen verkörpern. Die mittelalterliche Architektur scheint aus der Antike herauszuwachsen, die ihr als Grundlage diente. Die Geschlossenheit und kontinuierliche Verbindung der Epochen wird durch die stellenweise anzutreffenden modernen Stahlbetonbauten betont.

Mittelalterliches Museum
Aber die meisten Touristen besuchen das Cluny Museum nicht wegen der Thermen, sondern wegen der im Kloster untergebrachten Exposition. In der Sammlung des Museums gibt es viele Exponate, für die es sich lohnt, sie zu besuchen.

Das Eigentum des Museums sind die Statuen der biblischen Könige, die in den Fundamenten eines der Häuser gefunden wurden, die einst die Westfassade der Kathedrale Notre Dame schmückten. Während der Französischen Revolution wurden diese Skulpturen mit dem Adel gleichgesetzt. Im Leben des neuen Frankreichs war selbst für bildhauerische Könige kein Platz. Daher wurden die Statuen demontiert und enthauptet.

Einer der Städter kaufte sie angeblich für die Stiftung, begrub sie aber ehrenhaft. Später wurden anstelle der zerstörten Statuen neue aufgestellt, so dass die gefundenen Skulpturen dem Museum übergeben wurden. Die Leichen der Könige wurden zuerst ausgestellt, und ihre Köpfe wurden viel später entdeckt. Heute werden sie separat ausgestellt.

Andere Skulpturen, die im Museum präsentiert werden, sind nicht weniger interessant. Die frühesten von ihnen stammen aus dem Anfang des 11. Jahrhunderts. Neben Steinskulpturen verfügt die Sammlung des Museums über eine hervorragende Sammlung von Holzskulpturen.

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Die Sammlung des Museums ist berühmt für seine Sammlung mittelalterlicher Wandteppiche, darunter das berühmte Gemälde "Die Dame mit dem Einhorn", das Teil eines Zyklus von sechs wunderschönen Wandteppichen ist. Interessanterweise diente das Tapisseriethema als Grundlage für die Dekoration des Gartens rund um das Museum. Die Sammlung von Wandteppichen wird durch gut erhaltene Muster mittelalterlicher Stoffe und Wandteppiche mit moralisierenden und biblischen Themen ergänzt.

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Es lohnt sich auch, auf die Sammlung von Glasmalereien, eine Schmucksammlung, zahlreiche Haushaltsgegenstände und andere Exponate zu achten.

Außerhalb der Saison sind die Preise 1 Euro günstiger.

Anreise

Adresse: 6 Place Paul Painlevé, Paris 75005

Telefon: +33 1 53 73 78 00
Website: musee-moyenage.fr
U-Bahn: Cluny - La Sorbonne
Öffnungszeiten: 9: 15-17: 45

Ticketpreise

  • Erwachsene: 9 €
  • Rabatt: 7 €
Quelle
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