Vatikan – ein Staat im Staat

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Der Vatikan ist ein unabhängiger Stadtstaat, das Zentrum des Christentums und ein Erbe der Weltkultur. Diese Monarchie befindet sich im westlichen Teil Roms am rechten Ufer des Tiber. Wie jedes Land hat der Vatikan ein Territorium, eine Staatsgrenze, ein Wappen, eine Flagge und eine Hymne, eine eigene Münze.

In diesem Zwergstaat gehört alle Macht dem Papst – Legislative, Exekutive und Judikative. Hier herrscht natürlich absolute Ordnung, denn für den Frieden der Stadtbewohner sorgt eine Abteilung Carabinieri, und der Papst wird von Schweizergardisten bewacht.

Die Residenz des Papstes ist neben Dom St. Peter - der größte Bau des Vatikans, an dessen Entstehung mehr als eine Generation großer Meister gearbeitet hat: Bramante, Raphael, Michelangelo, Bernini. Die Kathedrale ist so groß, dass 60 Menschen sie gleichzeitig besuchen können. Nach christlicher Überlieferung wurde die Kathedrale über der Grabstätte des Apostels Petrus errichtet. Die Kathedrale enthält einzigartige Statuen, von denen natürlich die St. Peter-Statue die wichtigste ist. Zahlreiche Pilger und Touristen streben danach, im zentralen Teil des Tempels zu stehen, da man glaubt, dass er wundersame Eigenschaften hat.

Petersplatz, der Hauptplatz von Rom, ist von vier Reihen dorischen Säulen umgeben. Dieser Ort ist einer der beliebtesten Orte bei Touristen, aber der Platz ist aufgrund offizieller Veranstaltungen oft für die Öffentlichkeit geschlossen. Hier werden die wichtigsten katholischen Feiertage gefeiert, und jeden Sonntag mittags segnet der Papst „die Stadt und die Welt“, die Menschen, die sich auf dem Platz versammelt haben. Es verblüfft durch seine verifizierten harmonischen Proportionen: In der Mitte befindet sich ein ägyptischer Obelisk aus Granit, in der Nähe befinden sich die Brunnen von Maderno und Bernini, der Platz ist von einer Kolonnade umgeben, hinter der sich rechts der Apostolische Palast befindet.

In den Vatikanischen Museen unzählige Reichtümer wurden gesammelt: zahlreiche einzigartige architektonische, bildhauerische und bildnerische Exponate. Die beeindruckende Atmosphäre der Hallen nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise, viele Menschen erleben eine Veränderung ihres Weltbildes, ein neues Verständnis von sich selbst und der Welt entsteht.

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Die Fresken an den Wänden und Decken von Meistern wie Michelangelo, Raphael, Perugino, Botticelli, Signorelli, Ghirlandaio verblüffen und bewundern. Wie viele Reproduktionen von Fresken auf den Seiten von Lehrbüchern, in bunten Malalben, in Dokumentar- und Spielfilmen! Aber wenn sich die Gelegenheit bietet, diese Werke mit eigenen Augen zu betrachten, entstehen viel höhere Emotionen, die sie zwingen, die Umwelt aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Konvexe, volumetrische Decken- und Wandfresken Sixtinische Kapelle von Michelangelo zum Leben erweckt, biblische Figuren werden als realistisch wahrgenommen, Luftbewegungen werden spürbar.

Das Fragment "Erschaffung Adams" verblüfft mit Farbe, Raumtiefe und erstaunlicher Figurenschönheit. So leicht, einfach und klar werden die Bestrebungen und Hoffnungen des Menschen und die Pläne Gottes im Werk vermittelt. Es ist unmöglich, die Augen von den einander ausgestreckten Händen abzuwenden, es scheint, dass die Finger Gottes des Vaters zittern und fast die Hände Adams berühren, aber sie verbinden sich nie.

Michelangelos Gemälde vermitteln auf verblüffende Weise die kraftvolle Energie göttlicher Macht, zeigen einen wiederbelebten und gefühlvollen Menschen, sprechen von der Unmöglichkeit, das Göttliche und das Menschliche zu verschmelzen. Dieses geniale Werk hinterlässt ein einzigartiges Gefühl der Tragödie der Welt, ihrer Endlichkeit und Katastrophe.

Die tragischen Szenen des Jüngsten Gerichts sind von Michelangelos Fresken beeindruckt. Hier spielen sich die alttestamentlichen Ereignisse nacheinander ab – die Erschaffung des Menschen, die schreckliche Szene seines Falls, der Schrecken der weltweiten Flut und die Prüfungen Noahs.

Wenn man sich die Handlung genauer ansieht, beginnt man zu verstehen, dass nicht die Flut selbst schrecklich ist, sondern die Vergeblichkeit der Versuche des Menschen, damit fertig zu werden. Im Angesicht des Todes zeigen Menschen je nach Geisteszustand und spiritueller Entwicklung unterschiedliche Verhaltensweisen: Sie werden verrückt, kämpfen um einen Platz, werden wild und betrinken sich oder ertragen, hoffen, helfen einander und unterstützen die Schwachen, Kranke, Kinder und Frauen.

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